Weingut Schloss Saaleck 3

Kräuterwanderung im Saalecker Schlossberg

Pressebericht infranken.de "Saalezeitung vom 10.08.2015"

von GERD SCHAAR

Rund ums Saaletal ging es am Wochenende für alle, die ihre Heimat besser kennen lernen wollten. Hammelburg, Ramsthal und Trimberg: Gästeführer des Vereins "Weinerlebnis Franken" luden zu informativen Geschmackserlebnis-Touren ein und boten beschauliche Einblicke zum Thema Wein.
Gästeführerin Christiane Schmid war in der Hammelburger Altstadt historischen Gebäuden und Persönlichkeiten auf der Spur. "Die Hammelburger Altstadt in zwei Gängen ist kein Speisemenü, sondern das Angebot zweier Rundgänge, die sich ergänzen", erklärte Schmid. Bisher gab es einen einzigen Rundgang der Stadtführung mit etwa eineinhalb Stunden Dauer. "Das war den Besuchern oft zu lang." Deshalb gibt es jetzt zwei kürzere: einen, der den historischen Altstadtkernbereich abdeckt und einen weiteren, der bis hin zu Baderturm, Saaleufer und Stadtmuseum Herrenmühle führt. Jeweils eine Stunde sind die zwei Strecken lang.


Geschichte hinter Persönlichkeit

Neu bei diesen Führungen seien die Geschichten hinter den historischen Ereignissen und Persönlichkeiten. Die sollen anstelle von Daten und Jahreszahlen im Vordergrund stehen. Im Schatten des alten Rathauses ging Christiane Schmid auf den Erbauer dieses Gebäudes und des Marktbrunnens ein. Der Apotheker Boxberger, der barocke Fürstabt Adolf von Dalberg und der CDU-Politiker Jakob Kaiser seien für sie weitere Hammelburger Persönlichkeiten, die mit Anekdoten zum Leben erweckt werden können. Im kommenden Jahr feiere die Stadt Hammelburg ihr 1300-jähriges Bestehen. "Nur Würzburg ist etwas älter in Unterfranken", so Schmid.
Alte Winzerkeller sind in der ältsten Weinstadt Frankens auch im Bereich der mittelalterlichen Stadtbefestigung anzutreffen. Dass man sich das Thema Wein auch auf der Zunge zergehen lassen kann, genossen die Teilnehmer der Schlenderweinprobe mit Manfred Scheller in den Nischen der Altstadt und bei den Winzern.

Kräuter zwischen den Reben

Auf den historischen Wegen des Weinbaus war Gästeführerin Ulrike Lange mit einer Besuchergruppe unterwegs, als sie auf ihrer Weinlage "Saalecker Schlossberg" wilde Weinbergkräuter zwischen den Rebzeilen entdeckte. Die Besucher staunten nicht schlecht über die Artenvielfalt, die zwischen den Rebstöcken anzutreffen ist.
"Heute gibt es keine übliche Weinführung, sondern eine Kräuterführung in den Weinbergen", sagt Lange. Nicht nur die Trauben könne man essen, sondern auch die Ranken und bitteren Triebspitzen. "Die Grundlagen für dieses Wissen besitze ich schon seit dem Besuch der Fachoberschule", sagt sie.
Die so genannten Beikräuter auf den Äckern geben Rückschlüsse auf die Bodenbeschaffenheit, erklärt sie. Nach ihrem Studium des Weinbaus und der Ausbildung zur "Weinerlebnis Franken"-Gästeführerin vor zwölf Jahren geht sie den wilden Kräutern zwischen den Rebstöcken regelmäßig nach und lässt sich dabei gern über die Schulter schauen.

Kräuterbüschel gegen Unheil

Schwarzdorn, Schlehe und Hagebutte als Pflanzenrand von Weinbergen seien schon in früheren Jahrhunderten Tradition gewesen, so Lange. "Oft wurden die Kräuterbüschel an den Stall hingehängt, um Unheil vom Vieh fern zu halten", sagt sie. Auch gegen Krankheiten der Menschen habe man sich eine heilsame Wirkung versprochen. Die Wildkräuter Johanniskraut, Schafgarbe, wilder Salbei, wilder Oregano und wilder Feldsalat dürfen im Biobetrieb der Familie Lange auf den Weinbergen ungehemmt wachsen.
"Unsere Reben haben sich auf den Verzicht von Kunstdünger umgestellt, wurzeln bei der Kräuterkonkurrenz tiefer und danken es mit Qualität des Weines", erklärte Lange. Angepflanzter Klee halte den Stickstoffhaushalt für die Weinstöcke im Lot. Der Bioboden sei im Vergleich zum konventionellen Weinbau lockerer geworden. Die Besucher interessierten sich bei frischer Kräuterlimonade am historischen Kavaliershäuschen auch für die Geschichte rund um den ehemals fürstäbtlichen Schlossberg. Hammelburg blickt als älteste Weinstadt Frankens auf die Schenkungs-Urkunde Karls des Großen (777) an das Kloster Fulda zurück.

Geo-Tour auf den Gommersberg

Auf eine interessante Geo-Tour lud Gästeführer Stephan Merz zum Besuch des Gommersbergs ein. Weiter ging es über Eschental und Ofenthal zur Weinlage Heroldsberg. Der Westheimer Längsberg war das Ziel der Gruppe, die sich Gästeführer Günter Schaupp anschloss. Die Teilnehmer wurden mit interessanten Geschichten rund um den Weinberg belohnt. Vom Sonnenuntergang begleitet, genossen die Teilnehmer der Gruppe von Gästeführerin Susanna Fella die "Abendstund mit Wein im Mund" und schätzten den Blick über die Stadt Hammelburg vom Aussichtspunkt am Gommersberg.
Kunsterlebnisse in flüssiger und bildlicher Form gab es mit Berhard Gößmann-Schmitt bei der Wanderung durch die Ramsthaler Weinberge. Winzer Adolf Keller ging dort der erdgeschichtlichen Wein-Stein-Natur auf alten Weinbergen und Steilhängen auf den Grund und stellte die Winzertradition seiner Vorfahren vor.
Historische Weinkulturen gibt es auch zu Füßen der Trimburg. Gästeführerin Monika Gierling gewährte Einblicke in die dortige Pflanzenwelt. Die Teilnehmer wurden mit einem herrlichen Rundblick über das liebliche Saaletal belohnt. Ein Glas "Müller"(-Thurgau) mit Dätscher gab es zum Abschluss des ereignisreichen Wochenendes im Ambiente des Stadtmuseums Herrenmühle bei Kulturreferentin Elfriede Böck.

Weingut Schloss Saaleck
Familie Lange
Am Marktplatz 1
97762 Hammelburg
Tel: 0 97 32 / 78 87 450
Fax: 0 97 32 / 78 87 451
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